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Die Welt im Chaos versinken lassen
Bis vor einigen Jahren waren meine Tage sehr vollgepackt mit Aktivität. Es gab viel zu tun. Eine meiner wichtigsten Aufgaben schien darin zu bestehen, überhaupt alles zu schaffen, was geschafft werden musste. Um genau zu sein schaffte ich es aber meistens nicht. Und so häuften sich die Aufgabenberge immer weiter an. Keine Minute durfte vergeudet werden, denn ich war sowieso schon mächtig hintendran. ...


Das Beispiel in der geistigen Weltsicht
Geistige Weltsicht reagiert nicht auf die Situation, weil sie weiß, dass es genau umgekehrt ist: Die Materie folgt dem Geist. Und hier kommen wir wieder auf unser ursprüngliches Ziel zu sprechen: die Freiheit ...


Kontrollverlust
Der hier vorgeschlagene Prozess, Erfahrungen zuzulassen, anstatt sie direkt oder durch unmittelbare Reaktionen zu blockieren, geht mit dem Gefühl von Kontrollverlust einher: Die Situation scheint außer Kontrolle zu geraten. Da muss man doch einfach etwas unternehmen. Es geht aber gar nicht darum, nichts mehr zu unternehmen. Es geht darum, eine andere Quelle des Handelns anzuzapfen. ...


Das Handeln entgegen der Materialisierung
Ich möchte jetzt einen geistigen Prozess beschreiben, der ein ganz wesentliches und grundlegendes Element von Änderungsprozessen in der Persönlichkeit ist ...


Krise und Transformation
Das Handeln entgegen der Materialisierung gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Der schönste Idealfall ist der: Man hat ganz klar die Ursachen einer unerwünschten Erfahrung erkannt und kennt auch die neuen Ideen, welchen man sein Verhalten zukünftig folgen lassen wird. Man kennt in aller Klarheit die Lösung und sieht den Weg zu einer neuen Entwicklung vor sich ...


Sich stellen
So klar, wie ich die Zusammenhänge im letzten Kapitel geschildert habe, sieht man sie zunächst natürlich nicht. So klar werden sie aber, wenn man beginnt, sich für die Erfahrung zu öffnen: Zuerst öffnet man sich für die negative Erfahrung an sich. Dann beginnt man die Reaktionen auf die Erfahrung zu sehen und stellt sie schrittweise ein: Keine Korrektur von Sitzhaltungen, keine guten Vorsätze, keine Rückenkurs-Anmeldungen, keine Gymnastik-Übungen aus schlechtem Gewissen heraus ...


Mini-Problemchen
Viele dieser Problemschemas ziehen sich bis in allerkleinste Details des menschlichen Alltags hinein, in Dinge, die scheinbar eigentlich völlig unbedeutend sind und die man vielleicht gar nicht als Probleme benennen würde und die sich aber dennoch als kleine Einschränkungen der Freiheit auswachsen können. Dazu 2 Beispiele ...


Die Gefühle im Jetzt
Es gibt mehrere Gründe, den gegenwärtigen Moment mit dem Bewusstsein und der Aufmerksamkeit zu meiden. Da wären als erstes die Gefühle, welche die Tendenz haben, im Jetzt nach oben zu drängen. Es sind unangenehme Gefühle. Sie kommen immer dann, wenn die Bindung der Aufmerksamkeit an Aktivität oder Unterhaltung mal für einen Moment unterbrochen wird, zum Beispiel, wenn man irgendwo unverhofft warten muss oder wenn man abends nicht einschlafen kann ...


Nie geht es wie es soll!
Das ist vielleicht das größte Problem der Menschen überhaupt: Immer geschieht das Falsche! Immer passiert das, was nicht passieren soll. Nie geht es so, wie man es haben will ...


Gefühle
Ich hatte über viele Jahre eine ganz bestimmte Art und Weise, mit Gefühlen umzugehen: Immer wenn Gefühle irgendwie im Anmarsch waren, legte ich mich hin und entspannte mich, um sie hochkommen zu lassen. Das funktionierte manchmal und manchmal funktionierte es nicht. Im Laufe der Jahre bemerkte ich aber, dass es eigentlich überwiegend nicht mehr funktionierte und mein Leben schien ganz zum Stillstand gekommen zu sein ...


Meditation
Das Wesen von Meditation ist nicht Gedankenruhe. Und das ist auch nicht das Ziel von Meditation. Auch nicht Gedankenkontrolle. (Das schon gar nicht.) Meditation schafft einfach einen Zeitabschnitt ohne äußere Aktivität, in dem hochkommen darf, was hochkommen will ...


 


 

 
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