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ÖffnungKontrollverlust Der hier vorgeschlagene Prozess, Erfahrungen zuzulassen, anstatt sie direkt oder durch unmittelbare Reaktionen zu blockieren, geht mit dem Gefühl von Kontrollverlust einher: Die Situation scheint außer Kontrolle zu geraten. Da muss man doch einfach etwas unternehmen. Es geht aber gar nicht darum, nichts mehr zu unternehmen. Es geht darum, eine andere Quelle des Handelns anzuzapfen. ... Die Entkopplung des Handelns von der emotionalen Situation Das Handeln wird von der Situation entkoppelt und einer neuen Führung unterstellt ... Das Handeln entgegen der Materialisierung Ich möchte jetzt einen geistigen Prozess beschreiben, der ein ganz wesentliches und grundlegendes Element von Änderungsprozessen in der Persönlichkeit ist ... Sich stellen So klar, wie ich die Zusammenhänge im letzten Kapitel geschildert habe, sieht man sie zunächst natürlich nicht. So klar werden sie aber, wenn man beginnt, sich für die Erfahrung zu öffnen: Zuerst öffnet man sich für die negative Erfahrung an sich. Dann beginnt man die Reaktionen auf die Erfahrung zu sehen und stellt sie schrittweise ein: Keine Korrektur von Sitzhaltungen, keine guten Vorsätze, keine Rückenkurs-Anmeldungen, keine Gymnastik-Übungen aus schlechtem Gewissen heraus ... Schlechtes Gewissen und gute Vorsätze Eine Serie von sich wiederholenden Erfahrungen, die entweder komplett unerwünscht sind oder nicht so verlaufen, wie man das gerne hätte. Zum Beispiel, man isst zu viel: Immer wieder nimmt man sich vor, doch nicht so viel auf einmal zu essen bzw. eher mit dem Essen aufzuhören und dann geschieht es doch immer wieder. Jedes Mal, wenn es wieder so geschieht, setzt es ein - das schlechte Gewissen ... Mini-Problemchen Viele dieser Problemschemas ziehen sich bis in allerkleinste Details des menschlichen Alltags hinein, in Dinge, die scheinbar eigentlich völlig unbedeutend sind und die man vielleicht gar nicht als Probleme benennen würde und die sich aber dennoch als kleine Einschränkungen der Freiheit auswachsen können. Dazu 2 Beispiele ... Das Handeln der dritten Art Wie im letzten Teil des Buches ausführlich dargestellt wurde, ist der Schlüssel zur Überwindung von Grenzen, ins Handeln zu gehen, wo man das normalerweise nicht tun würde. (Das ist übrigens wieder die Entkopplung des Verhaltens von der Situation.) Aber es ist nicht irgendein Handeln. Es ist ein Handeln, das ich das Handeln der 3. Art nenne ... Positiver und negativer Antrieb Während man im Allgemeinen gewöhnt ist, beim Handeln nach vorn auf ein Ziel zu schauen, ist aber die eigentlich den Erfolg eines Vorhabens bestimmende Größe der Antrieb und Auslöser eines Handelns bzw. die Idee, welche das Handeln ganz unmittelbar in seinem Entstehen beeinflusst ... Gefühle Ich hatte über viele Jahre eine ganz bestimmte Art und Weise, mit Gefühlen umzugehen: Immer wenn Gefühle irgendwie im Anmarsch waren, legte ich mich hin und entspannte mich, um sie hochkommen zu lassen. Das funktionierte manchmal und manchmal funktionierte es nicht. Im Laufe der Jahre bemerkte ich aber, dass es eigentlich überwiegend nicht mehr funktionierte und mein Leben schien ganz zum Stillstand gekommen zu sein ... Annahme Jetzt geht es um Annahme im Sinne von eine gegebene Situation akzeptieren, die inneren Widerstände gegen eine Situation aufgeben. Es war schon ausführlich davon die Rede, sich Erfahrungen zu öffnen. Da gibt es ja Erfahrungen, die schwappen über einen Menschen herein bauen sich auf und ziehen weiter. Das ist das eine Ende der Bandbreite. Am anderen Ende sind die Erfahrungen, die nicht so einfach weiterzuziehen scheinen ... Grippe und Bauchweh Ich habe mich oft gefragt, welchen Sinn die kurzen vorübergehenden Krankheiten haben, die so nach ein paar Tagen wieder vorbei sind. Da gibt es ja eigentlich keine Negativ-Spirale. Sie kommen und gehen, egal, was man macht und wie man sich verhält. Man kann sich darum kümmern oder es einfach bleiben lassen, es scheint alles nichts daran zu ändern, dass sie eben kommen und gehen, wie sie wollen. 2 Beispiele: Grippe und Magenverstimmungen ... Klimawandel, Klimakatastrophe, Umweltzerstörung Was ist das eigentlich für eine Erfahrung? "Der Mensch zerstört die Erde." Wie fühlt sich das an, wenn man einer von denen ist, die die Erde zerstören? Nicht sehr gut, würde ich sagen. Müssen wir also endlich mal zur Besinnung kommen, uns endlich mal bessern und dann noch mehr anstrengen? Das meinen wohl manche. Es ist aber keine Lösung ... Du kannst nichts tun "Du kannst nichts tun" ist ein in bestimmten esoterischen Kreisen verbreiteter Slogan, der auf der Erkenntnis beruht, dass das Ego nicht die Art von direkter Kontrolle über die Geschehnisse ausübt, die es sich normalerweise zuschreibt ... Meditation Das Wesen von Meditation ist nicht Gedankenruhe. Und das ist auch nicht das Ziel von Meditation. Auch nicht Gedankenkontrolle. (Das schon gar nicht.) Meditation schafft einfach einen Zeitabschnitt ohne äußere Aktivität, in dem hochkommen darf, was hochkommen will ... Negativität Eines Tages stellte ich ein bisschen resigniert fest: "Du bist ja nur noch am meckern und dich beschweren". Es hatte sich schon seit einiger Zeit unterschwellig angekündigt und war dann immer stärker geworden bis ich es wahrnehmen musste. Das war gleichzeitig für mich einer der inakzeptabelsten Zustände überhaupt. Denn die Ideen des positiven Denkens steckten sehr tief in mir drin ... |
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